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Wohnen auf Zeit · 6 Min

Wohnung auf Zeit in Wien, die Lücke zwischen zwei Wohnungen

Heller Altbau-Flur mit hängenden Holzbügeln, Tischlampe mit Betonsockel und kleiner Muschel auf weißem Schrank

Im Flur hängen ein paar Holzbügel an einer Schnur von der Decke, ein wenig schief, dazu eine kleine Muschel auf dem Schrank, eine Tischlampe mit Betonsockel, ein Magazin halb aufgeschlagen. Nichts davon schreit. Und doch erzählt es schon, dass hier jemand wohnen soll, nicht nur warten. Eine Wohnung auf Zeit in Wien lebt von genau solchen Kleinigkeiten. Es ist die Phase zwischen zwei Wohnungen, der alte Mietvertrag läuft aus, der neue beginnt erst in sechs Wochen. Und die Frage ist, wo du diese Wochen verbringst, ohne dass sie sich nach Lager und Koffer anfühlen.

Warum die Lücke zwischen zwei Wohnungen so heikel ist

Die meisten Umzüge passen nicht sauber ineinander. Der Verkauf zieht sich, die Renovierung dauert länger, das neue Zuhause wird erst im Herbst frei. Dann steht da plötzlich diese Lücke, ein paar Wochen oder Monate, in denen du irgendwo sein musst.

Und genau hier passiert oft der Fehler. Man nimmt das Erstbeste, ein Zimmer mit fremden Möbeln, ein Hotel für die ersten Nächte, dann das nächste. Die Kartons bleiben gepackt. Man lebt aus dem Koffer, weil es sich ja nicht lohnt, richtig anzukommen.

Das Provisorium frisst Energie. Du schläfst schlechter, du kochst nicht, du lädst niemanden ein. Sechs Wochen so zu leben, das merkst du in den Schultern. Eine Wohnung auf Zeit in Wien soll das Gegenteil sein. Ein Ort, in dem du auspacken kannst, auch wenn du weißt, dass du wieder gehst.

Heller Altbau-Flur mit hängenden Holzbügeln, Tischlampe mit Betonsockel und kleiner Muschel auf weißem Schrank

Möbliert heißt nicht beliebig

Möbliert ist erst mal nur ein Wort. Es kann bedeuten, dass ein Bett und ein Tisch da sind, mehr nicht. Es kann aber auch bedeuten, dass jemand mitgedacht hat. Dass im Küchenschrank nicht nur vier Gläser stehen, sondern auch ein paar kleine Untertassen, ein Glas Marillenmarmelade aus Wien, Espressotassen, in denen man morgens wirklich Lust auf Kaffee hat.

Das ist der Unterschied zwischen einem Lager und einem Zuhause auf Zeit. Im einen Fall fehlt dir ständig etwas, im anderen ist das Wichtige schon da. Du musst keinen Sektkelch kaufen für den Abend, an dem du den neuen Mietvertrag feierst. Er steht im Regal.

Achte bei einer Wohnung auf Zeit auf solche Details. Wie ist die Küche bestückt, nicht nur ob ein Herd da ist. Gibt es ordentliche Handtücher, eine echte Tischlampe statt Deckenlicht, einen Platz, an dem du arbeiten kannst. Diese Dinge entscheiden, ob die Wochen sich getragen anfühlen oder durchgehalten.

Heller Altbau-Flur mit hängenden Holzbügeln, Tischlampe mit Betonsockel und kleiner Muschel auf weißem Schrank

Sofort wohnbar, das prüfst du so

Sofort wohnbar ist ein Versprechen, das sich leicht überprüfen lässt. Stell dir vor, du kommst am Abend an, müde von der Übergabe der alten Wohnung. Was brauchst du, damit der erste Abend nicht anstrengend wird.

Ein gemachtes Bett mit frischer Bettwäsche. Warmes Wasser, das gleich läuft. Eine Lampe, die du anknipsen kannst, ohne erst Glühbirnen zu suchen. Im Bad ein Stück Seife, ein Spiegel, ein Haken für das Handtuch. Das kleine Gäste-WC mit den hellen Fliesen und der schlichten Tischleuchte auf dem Sims, das wirkt unscheinbar. Aber genau diese Selbstverständlichkeit ist der Punkt.

Frag vor dem Einzug konkret nach. Sind Bettwäsche und Handtücher gestellt. Ist das WLAN am ersten Tag verfügbar. Funktioniert die Küche vom ersten Abend an. Eine gute Übergangswohnung beantwortet diese Fragen mit einem ruhigen Ja. Wenn die Antworten ausweichen, weißt du, was dich erwartet.

Auspacken erlaubt, auch für ein paar Wochen

Es klingt banal, aber es ist der Kern. Pack aus. Häng die Hemden auf die Bügel, die schon bereitstehen. Räum die Marmelade in den Kühlschrank, stell deine Bücher auf den Tisch. Der Mensch kommt nicht im Koffer an, sondern wenn die Sachen ihren Platz finden.

Das heißt nicht, dass du alles auspacken musst. Die Winterjacke darf im Karton bleiben, wenn es Sommer ist. Aber das, was du täglich brauchst, gehört raus. Die Zahnbürste in den Becher, nicht in den Kulturbeutel. Der Kaffee neben die Maschine.

Wenn du das in einer Übergangswohnung tust, verschiebt sich etwas. Aus warten wird wohnen. Du kochst dir am Sonntag etwas, statt unten beim Bäcker zu stehen. Du lädst die Kollegin auf einen Wein ein. Und plötzlich sind diese sechs Wochen kein Loch im Kalender, sondern eine eigene kleine Zeit.

Worauf du bei der Lage achtest

In einer Übergangsphase zählt die Lage anders als beim dauerhaften Wohnen. Du bist nicht für Jahre hier, also brauchst du nicht den perfekten Stadtteil. Aber du brauchst kurze Wege. Zur Arbeit, zur neuen Wohnung, zum Supermarkt.

Gerade in der Lücke zwischen zwei Wohnungen pendelst du oft zur künftigen Adresse, kontrollierst die Handwerker, misst noch mal den Boden aus für den Teppich. Wenn deine Übergangswohnung gut angebunden ist, sparst du dir viel Hin und Her.

Schau dir auch das Grätzl an, in dem du landest. Ein Café um die Ecke, ein Markt am Samstag, eine Parkbank für den Feierabend. Das macht aus der Wartezeit etwas, an das du dich gerne erinnerst. Nicht die Adresse zählt am Ende, sondern dass du dich in der Nachbarschaft kurz heimisch gefühlt hast.

Eine kurze Checkliste für die Suche

Damit du in der Eile nicht das Erstbeste nimmst, hier ein paar konkrete Punkte. Erstens, frag nach der Mindestmietdauer und ob sie flexibel ist. Umzugstermine verschieben sich gern, du willst nicht in eine zweite Lücke fallen.

Zweitens, lass dir aktuelle Fotos schicken, nicht nur die schönsten drei. Bitte um ein Bild von der Küche von innen und vom Bad. So siehst du, ob möbliert wirklich vollständig heißt.

Drittens, klär die Nebenkosten. Sind Strom, Heizung und Internet im Preis. Bei einer Wohnung auf Zeit sollte das pauschal geregelt sein, damit du am Ende keine Abrechnung mehr bekommst, wenn du längst woanders wohnst.

Viertens, frag, wer ansprechbar ist, wenn etwas klemmt. In sechs Wochen geht selten etwas kaputt, aber wenn doch, willst du eine Nummer haben, die abhebt. Ein guter Gastgeber ist erreichbar, ohne dass du betteln musst.

Und fünftens, vertrau dem ersten Eindruck. Wenn die Bilder schon erzählen, dass jemand mit Sorgfalt eingerichtet hat, dann stimmt meist auch der Rest. Die hängenden Bügel im Flur, das gestapelte Geschirr, die kleine Lampe im Bad. Das sind keine Zufälle, das ist Haltung.

Haeufige Fragen

Wie lange kann man eine Wohnung auf Zeit in Wien mieten?

Das reicht von wenigen Wochen bis zu mehreren Monaten. Für die Lücke zwischen zwei Wohnungen sind oft sechs bis zwölf Wochen typisch. Frag immer nach, ob sich der Zeitraum verlängern lässt, falls dein Umzug sich verschiebt.

Was sollte in einer möblierten Übergangswohnung enthalten sein?

Ein gemachtes Bett mit Bettwäsche, Handtücher, eine voll ausgestattete Küche mit Geschirr und Gläsern, eine Arbeitsmöglichkeit und funktionierendes WLAN ab dem ersten Tag. Du solltest ankommen und sofort wohnen können, ohne erst einkaufen zu müssen.

Lohnt es sich, für nur ein paar Wochen richtig auszupacken?

Ja. Das, was du täglich brauchst, gehört aus dem Koffer raus. Das macht aus dem Warten ein echtes Wohnen und tut dir spürbar gut. Die Winterjacke darf im Karton bleiben, die Zahnbürste gehört in den Becher.

Sind die Nebenkosten bei einer Wohnung auf Zeit inklusive?

Meist ja, aber kläre das vorab. Strom, Heizung und Internet sollten pauschal geregelt sein, damit du nach dem Auszug keine Abrechnung mehr bekommst. Frag direkt nach, bevor du buchst.